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Kaliberänderung
 

Kaliberänderung bei vorhandenen Waffen durch Laufaufziehen

 

Grundsätzliches

Eine Vielzahl bereits vorhandener Jagdwaffen kann problemlos in das Kaliber 8,5x63 bzw. 8,5x63R abgeändert werden.

Hierzu wird das Patronenlager neu geschnitten bzw. aufgerieben und der Lauf auf das Kaliber .338 spanabhebend aufgezogen. Dieser "Ziehvorgang" dauert Stunden !

Anschließend wird die Waffe neu beschossen und Sie müssen lediglich bei Ihrer Kreisverwaltungsbehörde die Waffenbesitzkarte auf das neue Kaliber ändern lassen.

Das spanabhebende Laufziehen ist derzeit leider aus der Mode, denn Knopfdrücken oder Hämmern geht i.d.R. schneller und günstiger. Ob nun ein spanlos oder spanabhebend gezogener Lauf eine bessere Schußleistung erbringen vermag, ist selbst bei Benchrestern umstritten.

 

 

Vorteile

Mir wird immer wieder die Frage nach dem Sinn des Aufziehens gestellt. 

Grundsätzlich bleibt beim Aufziehen eine bereits vorhandene offene Visierung oder eine bei älteren Waffen auf dem Lauf aufgebrachte Zielfernrohrmontage erhalten. Auch werden übernommene oder geerbte Jagdwaffen äußerlich nicht verändert.

Natürlich macht es wenig Sinn, z.B. einen 98-er Lauf ohne offene Visierung aufzuziehen. Hier ist der Einbau eines neuen Laufes angezeigt.

 

 

Voraussetzungen

Um eine vorhandene Waffe umändern zu können, muss das Ursprungskaliber durchmesserkleiner und die Hülsengeometrie eine entsprechende Änderung zulassen. Zudem muss genügend Material („Fleisch") zur Verfügung stehen.

Bei kombinierten bzw. Doppelkugel-Laufbündeln reichen bei gutem Stahl 1 mm Wandstärke, d.h. ein Sauer Drilling mit ca. 11 mm Durchmesser an der Mündung, der im Kaliber 7 mm ca. 1,88 mm Wandstärke hat, kann auf .338 aufgezogen werden (Wandstärke immer noch 1,21 mm).
Völlig problemlos gestaltet sich der Umbau bei modernen, robusten Waffen wie z.B. BBF von Blaser, Krieghoff, Merkel etc.

Bei einläufigen Büchsen wird die Rohrdicke eher von der Biegestabilität des Laufmaterials beeinflusst als von der Bohrung. Selbst beim Aufziehen einer 6,5-er Büchse mit dünnem 12,8 mm Rohrende auf 8,5 bleiben noch beruhigende 2,1 mm Rohrwandung stehen.

Bisher konnte ich mit jeder von mir in Auftrag gegebenen Waffe, die auf das Kaliber 8,5x63 (R) abgeändert wurde, 5-Schuß-Streukreise von 3cm/100m erzielen. Meist sind jedoch deutlich kleinere Streukreise erreichbar.

 

Kaliberpalette

Beispielhaft sind hier einige Kaliber aufgeführt, die sich problemlos auf 8,5x63(R) umändern lassen:

6,5x57(R), 7x64/65R, 8x57IS, .270Win, .280Win, .30-06 Sprg,

(Bei .243/.308 Win bitte die System- bzw. Magazinlänge beachten)

Das Kaliber 7x57 (R) eignet sich aufgrund der Hülsenkonfiguration leider nicht.

Selbstverständlich können auch andere Kaliberänderungen (z.B. .243 Win auf .308Win) durchgeführt werden.

 

Vorgehensweise

Für die Umarbeitung und Beschuss senden Sie mir nach Absprache die Waffe zu. Die Arbeiten erfolgen in einer spezialisierten Laufzieherei, deren Arbeitsqualität über jeden Zweifel erhaben ist. Der erneute staatliche Beschuss erfolgt im Beschussamt Mellrichstadt oder Suhl auf Gefahr des Kunden. Hierzu ist festzustellen, dass bisher noch keine von mir vorgelegte Waffe Schaden nahm. Ich behalten mir aber vor, aus meiner Sicht ungeeignete Waffen abzulehnen.

 

Kosten

Die Kaliberänderung incl. Neubeschuss und Einschießen kostet pauschal 595,00 € (je Lauf).

Darin enthalten ist das fachgerechte, etwa 1-stündige Einschießen des "neuen" Laufes und ein 100m Schußbild (bei vorhandener Optik). Verwendet wird ausschließlich die bei mir erhältliche Fabrikmunition.

Zur Verfügung gestellte oder selbst geladene Patronen muss ich aus versicherungstechnischen Gründen leider ablehnen.

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